Sylvester 2015 Boppard am Rhein

Letztes Jahr war ich ein wenig zu entfernt vom Feuerwerk und von interessanten Objekten. Dieses Jahr wollte ich es am Gedeonseck versuchen. Hier im Hunsrück war es klar, aber bereits kurz nach Buchholz war dichter Nebel. Nach einiger Zeit lichtete sich der Nebel wieder, so dass ich noch nicht aufgegeben habe, sondern mich den besseren Feldweg zum Gedeonseck hinauf schlich. Oben war die Suppe dann richtig dicht. Sichtweite 30m, das wurde als nichts.

Es war 23:30 Uhr. Das würde knapp werden. Also wieder runter und ev. auf der Cäcilienhöhe? Könnte ich schaffen, allerdings war ie Wahrscheinlichkeit auf klare Sicht gleich Null. Oder vielleicht der Bopparder Hamm? Wäre ein Versuch wert. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Blick auf Boppard duch Osterspai versperrt war und zum Hochfahren war die Zeit zu knapp.

23:45 Uhr: Ich schlug mich einfach in die Rheinanlagen durch und stellte die Kamera an einem alten Schiffsanleger auf, wo ein fliegender Holländer „Rotterdam“ lag. Ich hatte sogar noch genügend Zeit für Testaufnahmen. Dann schlug es Zwölf und das Feuerwerk begann. Sehr schnell zog sich das Rheintal mit Nebel, diesmal vom Feuerwerk selbst zu. Nach 10min lohnte es sch nicht mehr den Fernauslöser zu drücken. Da kam ein Mann angelaufen, recht hektisch 2 Kameras aufbauend, nebenher Videos drehend und vor allem fluchend. Ja was war denn das?

Später erklärte er mir, dass er extra 300km gefahren war um am Gedeonseck Bilder zu machen. Das Navi war mit der Streckenführung überfordert gewesen, so dass er erst um 23:50 Uhr dort oben war. Dunkel erinnerte ich mich, dass da jemand mir beim verlassen der Auffahrt dort hin entgegen kam, was mich wunderte. Weiter erklärte er mir, dass er ständig mit Feuerwerken Pech hatte. Paris abgesagt, Nebel und andere Unsäglichkeiten. Und immer wieder hat er geflucht. Danach konnte ich mein Feuerwerksglück kaum fassen. Nur eines ging in den Nebel. Vor dem Heimweg tauschten wir uns noch über gute Plätze und Feuerwerke aus.