Am 30.09.2011 habe ich meine Purus angeworfen und mein Projekt Sternbilder mit Weichzeichner fortgesetzt. Der Weichzeichner plustert die hellen Sterne, die in der Regel die Hauptsterne des Sternbildes sind auf, wobei die lichtschwachen Objekte trotzdem fast normal den Filter passieren. Bei den hellen Sternen kann man sogar die Farbe erkennen (siehe Cepheus und Antares). So kommen die Bilder dem Eindruck des menschlichen Auges näher, was bei groben Übersichten ohne Anspruch auf Tiefe schönere Bilder aus macht.
Zunächst war der Adler dran und der passte nicht ganz ins 35mm Objektiv, so dass ich ein Panorama machen musste. Und wenn ich schon ein Panorama machen muss, dann richtig. Also habe ich den Delphin, den Pfeil und den Kleiderbügel gleich mit rein gepackt.

Adlerpanorama
Cepheus:

Cepheus mit Weichzeichner
Lyra:

Lyra mit Weichzeichner
In Namibia hatte ich mit der gleichen Technik (Objektiv und Weichzeichner) die Region um den Schützen und Skorpion abgelichtet.
Die Monti war eine Losmandy fest eingesüdet und somit waren längere Belichtungszeiten drin. Der helle Klops im Skorpion war Jupiter.
Das Zentrum der Galaxis brutal:

Zentrum der Galaxis mit Weichzeichner
Dies ist ein Versuch einen Stereoeindruck durch sogenannte Wackelbilder zu erzielen. Diese Methode könnte denen helfen, die nicht Stereo sehen können. Bei Einäugigen ist bekannt, dass sie Entfernungen besser einschätzen können, in dem sie mit dem Kopf kurz wackeln. So wird dem Hirn ebenfalls ein gewisser Stereoeffekt durch zwei Bilder vorgegaukelt.
Stereobilder von der Bundesgartenschau in Koblenz 2011.
Paralleltechnik:
Um einen Stereobild auf zunehmen braucht man 2 Bilder, die das Motiv in einem Abstand wie der durchschnittliche Augenabstand zeigen. Dieser Abstand nennt man Stereobasis. Bei Nahaufnahmen reicht eine Stereobasis von 60-70mm. Je weiter ein Objekt entfernt ist um so größer muss sie sein.
<...mehr Info folgt wahrscheinlich in einer eigenen Seite....>
Ich benutzte hier die Libration des Mondes zur Erstellung eines Stereobildes:
Eine Anleitung von Bernhard Kletzenbauer zur 3D-Bildbetrachtung mit der Schielmethode
Eine Anleitung von Stephan Mayer zur Schiel und Parallelmethode.
Der 3d-foto-shop bietet Stereobrillen in allen Farben und einen Betrachter für Bilder in der Paralleltechnik am PC günstig an.
Für das linke Auge:
Jul-Datum: Entfernt: RA: Dec: LibB: LibL: Col: SelB: Datum:
2452861,5416 | 373498km | 07h26m12s | -26°02’07” | 5.3 | 3.67 | 58,56 | 1,55 | 10.08.2003 um 02:59
Für das rechte Auge:
Jul-Datum: Entfernt: RA: Dec: LibB: LibL: Col: SelB: Datum:
2455815,4338 | 399658km | 10h07m15s | -6°29’29” | -6.24 | 4.24 | 69,35 | -1,56 | 10.09.2011 um 24:24
Zur Erklärung das Wichtigste für den StereoMond:
LibB = Libration in Breite
LibL = Libration in Länge
SelB = beschreibt die genaue Lage des Terminators.
Unschwer zu erkennen ist, dass SelB der beiden Monde nicht übereinstimmt. Bei einem Halbmond könnte man die beiden Bilder nicht kombinieren. Um den Vollmond geht der Terminator im allgemeinen Randrauschen unter.
Die Libration in Breite hat eine schöne große Differenz was eine schöne Stereobasis verspricht. Die Libration in Länge weicht mit einer Differenz von 0,57 nur wenig ab, ist aber wahrscheinlichder Grund warum der Stereoeffekt nicht so schön rund ist wie erhofft.
Zur Diskusion im Astrotreff und bei astronomicum.de.